Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Seite wählen

brösel’s abenteuer

Ufer Uli und die Kunst der Pause

Eine Begegnung am Wasser, die runder war als gedacht

An diesem Nachmittag war die Donau stiller als sonst. Kein Wind, kein großes Treiben. Nur dieses leise Glucksen am Ufer, das klang, als würde der Fluss selbst gerade eine Pause machen.

Ich lief langsam am Kies entlang. Nicht, weil ich müde war – ich war nie müde. Nur… aufmerksam. Man musste ja wissen, wer hier unterwegs war.

Und dann sah ich ihn.

Er saß da, ein Stück weiter vorne. Auf ein paar runden Steinen, die aussahen, als hätten sie schon viele Sommer erlebt. Hut leicht ins Gesicht gezogen, die Arme locker um die Knie gelegt. Er sagte nichts. Bewegte sich kaum. Er war einfach da.

Ufer Uli.

Ich blieb erst mal stehen. Beobachtete ihn.
Normalerweise begrüßte ich neue Bekanntschaften mit einem ordentlichen Schnüffelmanöver. Aber bei ihm hatte ich das Gefühl, ich sollte es langsamer angehen.

Also setzte ich mich. Einfach neben ihn.

Wir schauten gemeinsam aufs Wasser.

Kein Wort.

Nur die Donau, die vorbeizog. Gleichmäßig. Ruhig. Als hätte sie alle Zeit der Welt.

Nach einer Weile – ich weiß nicht genau, wie lange, Zeit war plötzlich nicht mehr so wichtig – sagte er leise:
„Man muss nicht immer springen, Kleiner.“

Ich sah ihn an. Springen konnte ich eigentlich ziemlich gut. Ins Wasser. Auf Boote. In Gatsch. In fremde Taschen, wenn Kekse drin waren.

Aber er meinte etwas anderes.

Neben ihm wurde alles… runder. Weicher. Kein Drängen. Kein Müssen. Selbst meine sonst so neugierige Nase legte eine Pause ein. Ich atmete tief ein. Da war etwas Warmes in der Luft. Schokoladig. Mild. Fast wie früher, als ich als Welpe heimlich Kaffeebohnen geklaut hatte – nur ohne das wilde Herzklopfen danach.

„Pause is koa Schwäche“, sagte Uli schließlich. „Pause is Klarheit.“

Ich legte meinen Kopf auf seine Knie. Einfach so.
Er kraulte mich hinter dem Ohr – genau an der richtigen Stelle, natürlich. Ich war schließlich intelligent genug, mir die besten Plätze auszusuchen.

Wir saßen noch lange da.
Die Sonne senkte sich langsam. Das Wasser glitzerte. Und ich merkte: Nicht jede Begegnung musste laut sein, um zu bleiben.

Als ich später wieder aufstand, war ich nicht aufgeregt. Nicht aufgeputscht. Sondern ruhig. Wach. Zufrieden.

Ich trottete weiter am Ufer entlang, drehte mich aber noch einmal um.

Uli saß immer noch da.
Und ich wusste: Wenn ich wieder kurz durchatmen musste, wusste ich genau, wo ich ihn fand.

Wenn du merkst, dass es Zeit ist, kurz durchzuatmen, dann setz dich zu Ufer Uli ans Wasser.

Für alle, die echten Genuss suchen. Unsere Kaffeespezialitäten aus der Rösterei

Brösel begegnet Ruder Rosi

Ein Morgen an der Donau, ein Boot gegen die Strömung und eine Begegnung, die mehr Kraft hatte, als ich erwartet hatte. Ruder Rosi zeigte mir, dass man manchmal einfach...

Für alle, die gerne persönlich nachfragen. Kontakt zur Donaurösterei

Ob Frage, Anliegen oder Idee – schreib uns oder ruf an. Wir sind gerne für dich da und melden uns schnell zurück.